yuan jing

Akupunktur nach Stämme und Zweige


Aktuelle Tipps für den Frühling


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Tipps zum Frühling


Über das Frühjahr:

Das Element  Holz ist im Frühjahr voll wirksam.
Die Lebenskräfte in der Natur erwachen allenthalben.
Der Baum symbolisiert das Naturprinzip :
mit seinen Wurzeln fest im Erdreich verankert
 muß er doch biegsam sein, um allen Stürmen des Lebens zu widerstehen.
Er treibt jetzt im Frühjahr besonders aus.
Neue Bewegung entsteht in der Natur:
Zeit des Aufbruches.
So pflegen auch wir neue Kontakte, und frischen alte persönliche Beziehungen auf.
 Neue Pläne werden gemacht, Entscheidungen getroffen,
 damit wir auch im Spätsommer wieder gute Ernte einfahren können.

*

”Im ersten Frühlingsmonat steht die Sonne im Zeichen Ying Shii.
Zur Zeit der Abenddämmerung kulminiert das Sternbild Schen,
zur Zeit der Morgendämmerung das Sternbild We.
Seine Tage sind “Kai” und “ji”, seine Note ist Güo, seine Zahl ist 8.
... der Ostwind löst das Eis, die Tiere beginnen aus dem Winterschlaf
 zu erwachen, die Fische stoßen das Eis auf und die Wildgans
zieht nach Norden. Drei Tage vor dem Frühlingsantritt berichtet
der Wissende ( der Meister-Schamane ) dem Kaiser:
‘ An jenem Tag ist Frühlingseintritt,  die wirkende Kraft beruht
auf dem Holz. ’ Dann fastet der Kaiser.
Er befiehlt, den Lauf des Himmels zu betrachten, die Bahnen
von Sonne und Mond in den Zeichen zu beachten, damit die Wege
nicht falsch berechnet werden...”
[aus den Frühlings- und Herbstanalen des Lü Bu Wei ]

“Seine Farbe ist Grün; seine Töne in der inneren Alchemie
[nei dan] sind “schüü” & “hsü”.

Die Menschen des klassischen Altertums richteten sich in ihren Lebensgewohnheiten
auf den Einklang mit der Energie, dem Chi der Jahreszeiten aus.

Durch Meditations- und Konzentrationsübungen, Reflexzonen-Massagen und Akupressur-Methoden
unterstützen wir die Arbeit unserer Organ- und Energie-Systeme mit dem Ziel, Körper, Seele und Geist
 in Harmonie und Einklang zu bringen und ein hohes Energie-Niveau zu halten.

8-2 Theorie der Entspannung
übersetzt von Marlies
aus Dr. Jang , Jwing-Ming

Entspannung beinhaltet zwei Hauptkomponenten:

den Geist (Yi und Xin) und den physischen Köper.

Im Allgemeinen muss die Entspannung des Geistes vor der des Körpers kommen.
Wir haben zuerst die zwei Arten von Geist besprochen:

Xin, der emotionale Geist und Yi der Geist der Weisheit

Der emotionale Geist beeinflusst unsere Gefühle und den Zustand unseres physischen Körpers.
Der Weisheits-Geist ist in der Lage, uns in einen ruhigen und friedlichen Zustand zu führen,
der uns ein gutes Urteilsvermögen erlaubt.
Um entspannt zu sein, muss deshalb zuerst das Yi entspannt sein und ruhig werden.
Dann ist Yi in der Lage, den emotionalen Geist zu steuern und ihn ebenfalls zu entspannen.
Wenn schließlich das friedliche Yi und Xin mit unserer Atmung harmonisieren,
entspannt sich der physische Körper.

Im Qigong gibt es drei Arten von Entspannung. Die erste Stufe ist rein äußerlich,
 die körperliche Entspannung oder die entspannende Haltung. Diese Stufe ist sehr oberflächlich und kann
 von fast jedem erreicht werden. Sie besteht aus einem bequemen Stand und der Vermeidung
unnötiger Anstrengungen in der Haltung und Bewegung.
Wenn wir diese Stufe der Entspannung erreichen, sind wir immer noch innerlich angespannt,
auch wenn wir entspannt aussehen. Um diese Stufe der Entspannung zu erreichen,
muss sich zuerst der Geist entspannen.
Um das Stadium des entspannten Aussehens zu erreichen, muss unser Geist normalerweise keine sehr
tiefe Stufe der Entspannung erreichen, Wenn wir einmal angefangen haben, unseren Geist zu entspannen,
wird der Körper natürlicherweise folgen.

Die zweite Stufe beinhaltet die Entspannung der Muskeln und Sehnen. Dazu muss unser meditativer Geist
ruhig und friedlich genug sein, um tief in die Muskeln und Sehnen hineinzuspüren.
Aus diesem Gefühl heraus kann unser Geist die Tiefe unserer Entspannung ermessen.
Nur wenn wir diese Stufe erreicht haben, wird unser Geist in der Lage sein, den Qi Fluss in den Muskeln
und Sehnen zu fühlen.
Diese Stufe der Entspannung hilft unseren Qi Leitbahnen sich zu öffnen und erlaubt es dem Qi,
sich in das Dan Tian zu senken und zu sammeln.

Die letzte Stufe ist die Entspannung, die die inneren Organe, das Knochenmark und jede Pore unserer Haut erreicht.
 Um in den inneren Organen entspannt zu sein, muss unser Yi eine sehr tiefe Stufe der Ruhe
und des Friedens erreicht haben.
Nur dann sind wir in der Lage, die Organe und das Mark zu spüren.
Erinnern wir uns daran, dass nur wenn wir tief in  unseren Körper hinein entspannen,
 unser Geist das Qi dorthin leiten kann.

Ehe wir fortfahren, sollten wir den Unterschied zwischen Fühlen und Spüren verstehen.
 Der chinesische Ausdruck „Gan Jue“ bedeutet „fühlen“ im Sinne von berühren und etwas fühlen.
Der Ausdruck „Yi Shi“ , der übersetzt wird mit „Spüren“ bedeutet wörtlich „Yi erkennen“ oder
„mit dem Yi erkennen“. Wenn wir etwas fühlen, geschieht dies körperlich.
Fühlen ist etwas Direktes und Aktives, wohingegen Spüren eher indirekt ist.
Beim  Fühlen kann unser emotionaler Geist den Gegenstand berühren. Um zu spüren müssen wir unser Yi benutzen,
um die Situation wahrzunehmen. Zum Spüren müssen wir Informationen sammeln,
die vom Gegenstand erzeugt werden und sie verarbeiten, so dass wir verstehen und erkennen, was geschieht.
 Spüren beinhaltet eine tiefere Ebene der geistigen Intuition jenseits des Fühlens,
bei dem der Gegenstand direkt mit dem Geist kommuniziert.

Beim Qigong Entspannungstraining beinhalten die tieferen Ebenen das Spüren des Knochenmarks und der Organe.
 Wenn wir dieses Stadium erreicht haben, ist das Qi in der Lage,
jeden beliebigen Punkt in unserem Körper zu erreichen.
Dann fühlen wir uns leicht und durchlässig – als ob der gesamte Körper verschwunden ist.
Wenn wir diese Stufe der Entspannung erreichen sind wir auch in der Lage, das Qi zur Haut zu leiten
 und unser Abwehr-Qi zu stärken.
 Das schützt uns vor Krankheiten, die von außen kommen. Auf dieser Stufe der Entspannung ist unser Yi
 auch in der Lage, das Qi in unseren Organen anzupassen, um Qi Störungen zu beseitigen.
Wir können unsere Organe wirkungsvoller schützen und ihre Alterung verlangsamen.

Ein wichtiger Teil des Qigongs betrifft „die fünf Qis zu ihrem Ursprung zu führen“ (Wu Qi Chao Yuan).
 Das schließt die Anpassung des Qis in den fünf Yin Organen ein (Lunge, Herz, Nieren, Leber und Milz)
 auf ein angemessenes Maß. Im Allgemeinen sind wir eher dazu in der Lage, die Lunge zu spüren als die
 vier anderen Organe. Das liegt daran, dass sich die Lungen beim Ein- und Ausatmen bewegen.
Durch diese offensichtliche Bewegung kann die Lunge leicht wahrgenommen werden.
Das zweite Organ, das wir spüren, wenn wir die Lungen entspannt haben, ist das Herz.
Wenn wir das Herz entspannen, können wir es klar spüren und den Herzschlag fühlen.
Das dritte Organ sind die Nieren. Die Nieren kann man leichter als die Leber und die Milz spüren,
weil durch die Nieren ständig Flüssigkeit fließt. Die Leber ist das nächste Organ, dann die Milz.
 Weil die Leber viel größer als die Milz ist, ist es leichter, irgendeine Bewegung in ihr,
wie z.B. Blut zu spüren. Wir behandeln diesen Punkt später,  wenn wir uns mit der Regulierung
des Organ-Qis befassen.

8-3. Praxis der Entspannung

Entspannung kann jederzeit und überall geübt werden.
Sie kann auch in jeder Haltung praktiziert werden.
Der erste Schlüssel zur Entspannung ist unser Geist, der zweite unsere Atmung.
Erinnern wir uns: wenn wir entspannen, muss zuerst unser Geist entspannen.
Nur wenn der Geist entspannt ist, wird auch unser Körper anfangen sich
zu entspannen  und unsere Lungen lockern sich. Wenn unsere Lungen locker sind,
sind wir in der Lage, unseren Atem zu regulieren und unsern Herzschlag
zu verlangsamen. Wenn dies geschieht, erreicht unser Geist eine tiefere Stufe
 der Ruhe und des Friedens. Dieser tiefere Geist entspannt wiederum unsere Lungen
 und verlangsamt den Herzschlag um einen weiteren Schritt.
Diese Prozesse führen uns zu einem tiefen ruhigen Zustand, der uns erlaubt,
jede Zelle unseres Körpers zu fühlen und zu spüren sowie jede Funktion
der inneren Organe. Nur dann können wir behaupten, dass wir unseren Körper
vollständig entspannt haben.

Den Geist entspannen
Die Regulierung des Geistes und des Atmens werden wir später ausführlich behandeln.
 Um Entspannung zu praktizieren, müssen wir anfangen, die Regulierung des Geistes
 einzuüben. Bei den Übungen gibt es zwei Schritte, um den Geist zu regulieren.
Der erste Schritt ist, alle unsere Gedanken von der Außenwelt zu unserem Körper
 zu bringen. Das wird gewöhnlich getan durch die Konzentration auf das
dritte Auge oder obere Dan Tian.

Dann regulieren wir unseren konzentrierten Geist bis er entspannt,
leicht und natürlich ist.

Lassen wir zuerst unsere Gedanken ruhig und friedlich sein,
so dass wir unseren Geist auf die Entspannung konzentrieren können.
Unser Weisheitsgeist Yi muss unseren Gedanken oder Vorstellungen steuern,
die vom emotionalen geist Xin erzeugt werden. Nur dann ist unser Geist klar.

Nur dann können wir Ablenkungen um uns ignorieren und uns auf unseren Körper
 konzentrieren. Wenn wir diese Stufe erreicht haben, kann unser Geist
immer noch angespannt sein von der Konzentration, obwohl er klar ist.
Deshalb müssen wir lernen, uns zu konzentrieren ohne mentale Anspannung.
Beachten wir: wenn unser Geist angespannt ist, ist auch unser Körper angespannt.
Deshalb besteht der zweite Schritt der Übung darin, unseren konzentrierten
Geist zu entspannen. Wenn man manchmal nicht schlafen kann, konzentrieren manche
Leute ihre ganze Aufmerksamkeit auf das Einschlafen.
Das macht die Dinge nur schlechter. Der Trick ist, sich auf etwas anderes
 zu konzentrieren. Normalerweise konzentriert man sich im Qigong auf den Atem
und das Gefühl dass die Lungen sich ausdehnen und zusammenziehen.
Jedes mal wenn wir ausatmen, fühlen wir, wie der Körper auf einer
tieferen Ebene entspannt.